Wenn eine Liebe zu Ende geht

Beim „taz Lab“ in Berlin habe ich mit zwei anderen Auslandskorrespondenten über die Krise der EU diskutiert.

Meine These: Die EU steckt in einer existentiellen Krise. Sie springt wie ein Frosch von einem Thema zum anderen, findet jedoch keinen Halt. Daran wird auch der Machtwechsel in Ungarn (Abwahl von Orban) nicht viel ändern.

Das ist bitter, denn für mich war Europa einmal eine „große Liebe“. Als ich 2004 nach Brüssel kam, galt die EU als Modell, das friedliche Alternativen zur kriegerischen Politik der USA (Afghanistan, Irak) aufzeigen wollte.

Doch spätestens seit der Griechenland-Krise 2015, den Flüchtlingsdramen und dem Brexit ist die Liebe erloschen – und das nicht nur für mich. Man will sich zwar nicht scheiden lassen, aber es bleibt nur eine Zweckbeziehung…

Die Debatte mit Florian Bayer (Wien) und Anne Diekhoff (Stockholm) wurde aufgezeichnet. Sie erscheint als Podcast „Fernverbindung“

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