Die wichtigste Kaffeepause der EU-Geschichte

Die EU nimmt Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine auf. Ungarns Premier lässt sich seine Enthaltung teuer bezahlen. – Ein Feature für die „taz“

Es war wohl die wichtigste Kaffeepause der EU-Geschichte. Acht Stunden lang hatte Viktor Orbán, der notorische Neinsager aus Budapest, die anderen Staats- und Regierungschefs der EU bei ihrem Spitzentreffen in Brüssel genervt. Immer wieder drohte er mit einem Veto gegen EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine.

Doch dann verließ er plötzlich den Sitzungssaal – angeblich, um schnell einen Kaffee zu trinken. Kanzler Olaf Scholz und seine Amtskollegen nutzen die Gelegenheit, um im Konsens zu entscheiden. Orbán hatte auf sein Veto verzichtet, der Weg für die Ukraine in die EU war frei.

Ein „historischer Moment“ sei das, jubelte Ratspräsident Charles Michel, der die EU-Gipfel leitet. Und Ukraines Staatschef Wolodimir Selenski feierte einen „Sieg für die Ukraine“ und für ganz Europa.

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